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Der Bestseller-Code

Da haben sich eine Lektorin und ein Literaturprofessor zusammengetan und eine Maschine mit knapp 5000 Romanen gefüttert, um herauszufinden, was Bestseller gleich haben.

Die Ergebnisse sind eindeutig: Die Spannungsbögen sind deutlich und symmetrisch in den drei Akten aufgeteilt, die sich schon damals in der Antike durchgesetzt haben. Konflikte und Gegensätze. Persönliche Hindernisse. Der Schreibstil ist einfach, lebensnah, aktiv. Die Themen sind einfach, lebensnah, aktiv. Kein philosophisches oder politisches Blabla, sondern „Schreib was dich bewegt“.

Und seien wir mal ehrlich? Weshalb bewegen uns die politischen Umstände? Weil wir besorgt sind? Weil wir Angst um unsere Zukunft haben? Weil wir nicht wissen, in was für einer Welt unsere Kinder aufwachen werden? (Fragenzeichen tauchen in Bestsellern auch häufig auf, Ausrufezeichen weniger!)

Und was haben wir dank des Bestseller-Codes gelernt? – Dass es gar nicht so schlimm ist, diese typischen Schreibtipps, die sich in jedem Ratgeber wiederfinden, zu beherzigen.

Neu und gewagt ist es vielleicht nicht. Aber wir wollen ja auch nicht den Nobelpreis für Literatur, wir wollen bloß einen Bestseller schreiben. Dafür müssen wir uns darauf besinnen, was uns wichtig ist, was unsere Urängste schürt, was unsere Herzen berührt.

Weiterführende Artikel:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bestsellercode-fuer-bestseller-jodie-archer-und-matthew-l-jockers-14493720.html (abgerufen: 15.12.2016)
https://www.welt.de/kmpkt/article160247766/Das-braucht-ein-Buch-damit-es-zum-Bestseller-wird.html (abgerufen: 15.12.2016)
https://www.theguardian.com/books/2016/sep/25/the-bestseller-code-review-dismal-science (abgerufen: 15.12.2016)

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