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Methoden gegen Schreibblockaden

Wer kennt es nicht.

Ihr sitzt vor dem Textverarbeitungsprogramm, Kaffeetasse auf der einen Seite, Notizen auf der anderen, doch das Einzige, was eifrig arbeitet, ist der blinkende Cursor, der daran erinnert, dass ihr in den letzten achthundertsiebenundvierzig Sekunden nichts geschrieben habt.

In eurem Kopf schwirren die Regeln der Schreibkunst herum. Der erste Satz muss bombastisch sein, die ersten drei Absätze müssen, Ausgangssituation und Konflikt andeutend, überzeugen, eine scene besteht aus Ziel, Konflikt und Katastrophe, die Figur muss aktiv sein, genauso wie der Schreibstil. Gleichzeitig ploppen in die Neuigkeiten von Schriftstellerkollegen auf, die freudig ihren Word Count verbreiten. Und ihr fühlt euch wie eine lahme Schnecke, die im Kreis kriecht.

Habt ihr Methoden, um aus Schreibblockaden herauszukommen? Habt ihr einen Geheimtipp, den ihr weitergeben wollt? Dann teilt sie uns mit.
Hier ist meine:
Der Anfang ist besonders schwierig, und die meisten Autoren müssen erst mal sich warm schreiben, in die Szene reinkommen. Und gleichzeitig weiß man, dass der Warmschreibeabsatz nicht taugt und bei der Überarbeitung eh wieder gestrichen werden muss. Die Mitte oder das Ende zu schreiben, ist viel einfacher.
Wenn ihr das nächste Mal an eurer Schreibeinheit sitzt, hört auf, bevor die Szene zu Ende ist (ich weiß, dass es in den Fingern kribbelt und man noch unbedingt die Szene fertig schreiben will). Nutzt dieses Kribbeln für den nächsten Tag. So könnt ihr gleich loslegen und mit einem Erfolgserlebnis – einer beendeten Szene – starten und habt euch damit sogar warm geschrieben.

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